Aston Martin DB9 – Umbau zum Aston Martin DBS von Edo Competition

22. Juni 2010
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Über die Sinnhaftigkeit von Tuningvorhaben lässt sich nahezu immer streiten, dennoch kommt öfters ein interessantes Ergebnis dabei herum. So auch im Falle eines russischen Aston Martin DB9-Besitzers, der mit seinem speziellen Wunsch den Spagat zum Aston Martin DBS schaffen wollte. Sein bisheriges Schmuckstück, der Aston Martin DB9 mit immerhin 476 PS Motorleistung, wollte der Russe ungern abgeben, ebenso sehr lächelte ihn aber die Neuanschaffung eines mit 517 PS etwas besser motorisierten Aston Martin DBS an. Etwas sehr speziell, doch die Jungs von Edo Competition ließen sich von seinem Vorhaben überzeugen und machten sich an die Umbauarbeiten vom Aston Martin DB9 zum DBS.

Gewohnheiten gibt der Mensch nun mal ungern auf, besonders wenn’s ums eigene Auto geht. Das verstand auch das Team von Edo Competition, das das Projekt „DB9 to DBS“ unmittelbar ins Leben rief. Dass es sich beim Aston Martin DB9 um eine äußerst langatmige Werkelei von sechs Monaten handeln würde, haben sich die Tuner wohl nicht träumen lassen. Doch der Tatendrang ließ ihnen keine Ruhe, durch ihre Hände sollte ein neues Werk in Form eines Aston Martin DBS geschaffen werden.

An Bauteilen galt es für den Umbau zum Aston Martin DBS einiges zu beschaffen. Für das Exterieur der Karosserie wünschte sich der russische Kunde reichlich Carbon, Front- und Heckpartie sollten ebenfalls bulliger und breiter aussehen. Obendrein durfte dem eigens geschaffenen Aston Martin DBS auch ein Motorupdate nicht fehlen: den bereits gut bestückten Aston Martin DB9 mit einem V12-Aggregat und sechs Litern Hubraum entlockte Edo Competition immerhin 550 PS (zuvor 476 PS). Damit bringt es der geschaffene Aston Martin DBS auf spritzige 320 Km/h Endgeschwindigkeit. Die eingesetzten 20″-Alufelgen schaffen zudem genügend Platz für die wuchtige selbst-entwickelte Sport-Bremsanlage. An der Front arbeiten Bremsscheiben mit 405 Millimeter und sechs Kolben, an der Hinterachse immerhin 380 Millimeter große Scheiben mit vier Bremskolben. Obendrauf hat Edo Competition dem Aston Martin DBS noch Stahlflex-Bremsleitungen verpasst, damit bei der Vollbremsung auch ja nichts schief geht.

Für das sportliche Fahrerlebnis im Aston Martin DBS sorgt darüber hinaus ein Edo Competition Sportfahrwerk. Es ermöglicht individuelle Verstellbarkeit von Bodenfreiheit, Federungs- und Dämpfungsverhalten, sowie der Härte-, Zug- und Druckstufe. Damit können etliche Variablen im Aston Martin DBS für den persönlichen Fahrstil angepasst werden. Der Sound darf bei einem V12-bestückten Aston Martin DBS natürlich auch nicht fehlen, hierfür bekam der DBS eine programmierbare Steuerung der 70 Millimeter großen Klappen eingepflanzt. Abhängig vom Staudruck lassen die Klappen im Abgasstrang den Aston Martin DBS zu einem brüllen Monstrum werden oder dezent vor sich hin brummen.

Auch für das Interieur hat sich der russische Edo-Kunde ein paar Sachen überlegt: Der Aston Martin DBS bekam eine Highend-Soundanlage in den Kofferraum eingebaut. Zudem wird der Innenraum vom Aston Martin DBS von edlen Leder-Sportsitzen in weiss-dunkelgrauem Kontrast geziert. Auch an den Armaturen findet sich üppiger Lederbezug wieder – insgesamt ein äußerst hochwertiger Anblick. Wenn auch dem britischen Autobauer Aston Martin desöfteren etwas anderes von seinen Kunden nachgesagt wird.

Mit dem Umbau vom Aston Martin DB9 zum DBS hat sich Edo Competition durchaus einen Namen gemacht, ebenso konnte der Kunde aus Russland den Spagat realisieren. Er hat sein Schmuckstück eines Aston Martin DB9 behalten können, fährt jetzt aber mit einem optischen Aston Martin DBS und deutlich mehr PS!

Zum Vergleich hier nochmal der „echte“ Aston Martin DBS:

Und natürlich die Fotos vom Edo:

Unser Hauptautor und Chefredakteur. Hat eine Schwäche für Hothatches, Audi RS-Modelle und sonstige V8-Boliden. Privat bleibt er bislang der Marke VW treu.

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