Hennessey Venom GT – leichtfüßiges Fluggeschoss mit bis zu 1200 PS

12. April 2010
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Auch ein schöner Rücken kann entzücken – ebenso das knackige Heck dieser Hennessey Venom GT. Der Tuningspezialist Hennessey Performance aus Texas stellte den Hennessey Venom GT vor einigen Jahren als Concept-Car vor, seit kurzem ist er Realität geworden!

Der Mann John Hennessey, der manch einem Fahrzeugfreak feuchte Träume bereitet, hat sein vor einigen Jahren aufgestelltes Concept-Car des Hennessey Venom GT in die Tat umgesetzt. Nach jahrelanger Arbeit wurde der Hennessey Venom GT am 29. März in England erstmals offiziell vorgestellt. Die Motoren und die Tuningfirma Hennessey sind zwar in den USA beheimatet, dennoch wird hier der Hennessey Venom GT lediglich präpariert und auf die Reise in die Nähe Silverstone geschickt, wo das Chassis auf die Innereien wartet. Der Motor wurde einer Corvette ZR1 entnommen, der Mantel entstammt einer Lotus Elise und wird folglich erst in England angebaut.

Bis vor kurzem wurde noch über den Motor diskutiert, welcher dem Hennessey Venom GT eingepflanzt werden soll. Nachdem das Vorhaben eines V10-Triebwerks keine ausreichende Zustimmung fand, legten sich die Jungs von Hennessey Performance auf den 6.2-Liter V8-Benziner mit LS9 Kompressor der Corvette ZR1 fest. Das wuchtige Aggregat bietet sogar jede Menge Spielraum für den Antrieb des Hennessey Venom GT: als Basisleistung will Hennessey den Hennessey Venom GT mit 725 PS an den Mann (oder die Frau) bringen. Damit macht der Tuningspezialist Hennessey Performance erneut einen gewaltigen Sprung in Sachen Motorleistung. Doch dabei soll es definitiv nicht bleiben – wer noch etwas mehr Geld auf dem Konto hat, bekommt in zwei weiteren Stufen 1000 PS oder sogar ganze 1200 PS in den eigenen Hennessey Venom GT implantiert.

Dass die Hennessey-Jungs immer sehr PS-getrieben arbeiten, ist eigentlich nicht weiter verwunderlich. Sehr wohl überraschend ist aber die Leichtbauweise, die beim Hennessey Venom GT an den Tag gelegt wurde. Vom Corvette-Motor und dem Elise-Chassis mal abgesehen, bekommt der Hennessey Venom GT jede Menge Carbonteile verpasst. Der Body, der über das Chassis gestülpt wird, besteht komplett aus Carbon. Sogar die speziell angefertigten Michelin PS2 Reifen bestehen aus dem hochfesten und extrem leichten Material Carbon. Somit kommt der Hennessey Venom GT auf ein schnuckeliges Gesamtgewicht von gerade mal 1.200 Kg. Selbst bei der „kleinen“ Motorisierung von 725 PS kommen auf 1 PS nur etwa 1,5 Kilo Fahrzeuggewicht – da wird selbst ein Ferrari Enzo mit seinen 2 Kg/PS Augen machen.

Genauere Testwerte von Seiten Hennesseys gibt es bislang leider noch nicht, aber Beschleunigung und Topspeed des Hennessey Venom GT dürften gewaltig ausfallen. Doch auch dafür wird gesorgt: um das Tier namens Hennessey Venom GT zu bändigen, gibt es eine aktive Aerodynamik und reichlich elektronischen Support. Der markante Heckflügel des Hennessey Venom GT ist via Aerodynamikpaket einstellbar, um genug Bodenhaftung und Abtrieb zu gewährleisten. Ebenso das höhenverstellbare Fahrwerk des Hennessey Venom GT sorgt dafür, dass das Gefährt Boden unter den Rädern behält. Für eine ausgefeilte Spurlage sind nicht zuletzt natürlich auch die hochwertigen Carbon-Reifen von Michelin zuständig.

Ebenfalls justierbar ist die Traktionskontrolle im Hennessey Venom GT. Sie steuert die Newtonmeter und Pferde, welche über die Kurbelwelle auf die Hinterachse losgelassen werden. Um neben einem rasanten Sprint im Hennessey Venom GT auch schnell genug wieder zum Stehen zu gelangen, gibt’s von Brembo ordentliche 380 Millimeter große Bremsscheiben vorn und hinten, welche aus Carbon und Keramik bestehen – also alles vom Feinsten beim Hennessey Venom GT! Geschaltet wird über ein manuelles 6-Gang-Getriebe aus dem Hause Ricardo, eine Automatik wäre hier wohl unangebracht – schließlich steht Sportscharakter beim Hennessey Venom GT im Vordergrund….was auch sonst bei der Antriebsleistung!

Exklusiv gehalten wird das ganze natürlich auch noch: es wird insgesamt nur 10 Exemplare des Hennessey Venom GT pro Jahr geben, bislang liegen dem Tuningspezialisten Hennessey Performance aus Texas erst 4 Bestellungen vor. Ein Preis ist zwar noch nicht bekannt, dürfte aber sicherlich entsprechend hoch ausfallen – vielleicht interessieren sich deswegen auch erst vier Menschen auf der Welt so genau für den Hennessey Venom GT…! Als netten Obulus bekommt jeder Käufer eines Hennessey Venom GT noch ein eintägiges Fahrtraining auf einer Rennstrecke geschenkt, wohl damit niemand gleich am ersten Tag sein neues Schmuckstück vor den Baum setzt.

Unterm Strich wird sich der Hennessey Venom GT wohl gnadenlos auf dem Asphalt behaupten können. Da wird auch ein Bugatti Veyron nicht viel ausmachen können – der ist nämlich ein Kleinlaster gegenüber dem Hennessey Venom GT…

Unser Hauptautor und Chefredakteur. Hat eine Schwäche für Hothatches, Audi RS-Modelle und sonstige V8-Boliden. Privat bleibt er bislang der Marke VW treu.

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