Der neue Nissan 370Z – ein japanischer Cayman S?

In sportlicher Eleganz und fortschreibendem Trend zum Vorgänger 350Z präsentiert sich Nissans neues Sport-Coupé. Eine langgezogene Motorhaube und aerodynamische Züge an der Heckpartie zeugen vom Sportgeist des 370Z und knüpfen an den Befreiungsschlag vor einigen Jahren an. Die breiten Kotflügel versprechen zudem agilen Fahrspaß und kurvensichere Straßenlage.
Optischer Vorgeschmack hin oder her: Der eigentliche Leckerbissen zeigt sich erst beim Öffnen der Motorhaube. Der angriffslustige 3,7l-große V6-Motor bringt einen Anzug von 336nm bei 5200u/min auf den Asphalt und liefert dabei saftige 331PS. Beim Leergewicht von 1496Kg galoppiert der Nissan in nur 5,3s von 0-100km/h und erreicht in der Spitze (durch elektronische Abriegelung leider nur) 250km/h. Freunde der sportlich eleganten Fahrweise kommen durch den ausgewogenen Heckantrieb mit VLSD-Sperrdifferenzial, Schlupfriegelung (TCS) und Antriebswelle aus Carbonfaser jedoch voll auf ihre Kosten, ebenso den Drehzahlfreudigen unter uns dürfte die Grenze von 7500u/min ausreichen. Je nach Fahrstil begnügt sich der Nissan mit 10,5l/100km im Durchschnitt.
Der 370Z rollt serienmäßig mit einem manuellen 6-Gang-Schaltgetriebe und einer 18“-Bereifung (225/50 R18 vorn, 245/45 R18 hinten) vom Band. Neben dem hydraulischen Zwei-Kreis-Bremssystem, ABS und ESP hat Nissan seinem neuen Flitzer Bi-Xenon-Scheinwerfer und einen Start/Stop-Button verpasst. Ähnlich zum Porsche-Interieur befindet sich das Zündschloss links vom Lenkrad, zudem dominiert in der Amatur der Drehzahlmesser, weniger dagegen die Geschwindigkeitsanzeige. Im Gegensatz zum Vorgänger 350Z hat Nissan nun den Radstand verkürzt und gleichzeitig die Spur verbreitert.
Wer mehr Luxus wünscht, bekommt für etwa 2500€ Aufpreis den „370Z Pack“. Im Paket enthalten ist eine 7-Gang-Automatik mit edlen Schaltwippen am Lenkrad und der SRC-Funktion für das automatische Zwischengas beim Herunterschalten. Mit breiteren Reifen kommen 245/40 R19 vorne und 275/35 R19 auf der Hinterachse zum Einsatz.
In der Grundausstattung ist der Nissan 370Z für 38.690€ zu haben, was im Vergleich zur deutschen Konkurrenz von BMW und Porsche ein echtes Schnäppchen ist. Zuschlagen kann man bislang nur per Vorbestellung, die Auslieferung soll im Juli 2009 beginnen. Wer solange nicht warten möchte, kann den neuen Japaner bereits beim 24-Stunden-Rennen auf dem Nürburgring (22.-24. Mai) live erleben.

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