VW Passat – im November kommt die 7. Generation auf den Markt

22. Oktober 2010
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Da hatte es Volkswagen ein bisschen eilig, oder? So kurz nach dem Pariser Autosalon springt die Katze direkt aus dem Sack, bereits im November soll der neue VW Passat als Limousine und Variant zeitgleich bei Händlern erscheinen. Mit einem smarten Startpreis von unter 25.000 Euro geht Volkswagen auf neue Kundenjagd, das neue Modell ist somit sogar 600 Euro günstiger als der Vorgänger. Bei bereits absolvierten Lebensdauer schien es wohl an der Zeit, den Nachfolger marktreif zu machen…

Optisch setzt der neue VW Passat klare Akzente, der bisherige (etwas verspielte) Chromlook wurde drastisch abgelegt, dagegen überzeugen eine klare und sachliche Charakterlinie an der Front sowie ein üppiges Raumangebot im Innenraum. Die v-förmige Motorhaube des VW Passat wirkt etwas sportlicher als beim Vorgänger, die vier querverlaufenden Lamellen im Kühlergrill dagegen verleihen dem VW Passat etwas Luxusambiente vom derzeitigen Phaeton-Modell. Mit einer nach vorn abfallenden und abflachenden Haube gibt sich der VW Passat windschnittig, behält seine gewohnte Höhe aber bei – nicht zuletzt für den Passantenschutz.

Nicht nur äußerlich wird der neue VW Passat knackig, auch im Inneren soll einiges passiert sein. So setzt sich die Mittelklasselimousine deutlich von den bisherigen Modellen hab und strebt in Sachen Ausstattung klar nach oben. Neben den üblichen Ausstattungslinien Trendline, Komfortline und Highline soll es jetzt zusätzlich noch die Variante „Exclusive“ geben. On top trägt der neue VW Passat dann Müdigkeitsassistenten, Schildererkennung, einen Assistenten für dauerhaftes Fernlicht sowie Systeme für die City-Notbremse und das bequeme Einparken im Stadtbereich. Die hochwertige Verarbeitung der Armaturen bleibt selbstverständlich erhalten, alle Bedienelemente orientieren sich am klassischen Volkswagenstil – erneut keine Experimente mit dem Kunden.

Die Motorenpalette des VW Passat reicht direkt zu Beginn weiter als gedacht: Neben vier Benzinmotoren (zzgl. zwei Spezifikationen) gibt es auch drei nennenswerte Dieselaggregate. Als Einsteig für Wenigfahrer dient ein 1.4 TSI-Motor mit 122 PS und 5,8 Litern im Verbrauch, direkt gefolgt vom etwas stärkeren 1.8 TSI mit 160 PS und 6,9 Litern auf 100 Km. Für die etwas sportlicher Interessierten bietet sich entweder der neue 2.0 TSI dank seinen 211 PS für den VW Passat an, als High-End-Motorisierung hält Volkswagen einen 3.6-Liter-V6 bereit, der stattliche 300 PS leistet und sich dafür aber mit 9,2 Litern Benzin im Schnitt vergnügt. Als Modifikationen gibt es für den VW Passat noch den 1.4 TSI EcoFuel (Erdgas) mit 150 PS und den 1.4 TSI MultiFuel für Ethanol-Betrieb (E85), sogar mit 160 PS.
Die Dieselmodelle des neuen VW Passat zeugen von Sparsamkeit in Anbetracht der Fahrzeuggröße. Als Basisdiesel prägt ein 1.6-TDI-Motor mit 105 PS und nur 4,2 Litern Verbrauch den derzeitigen Stand der Technik. Als Pendant leistet der renommierte 2.0-TDI-Selbstzünder des Volkswagenkonzerns wahlweise 140 PS (4,5 Liter auf 100 Km) oder 170 PS (4,7 Liter).

Gespart wird beim VW Passat durch eine durchweg präsente Start-Stopp-Automatik (nur Diesel) sowie Rekuperation bzw. Bremsenergierückgewinnung, nicht aber an der Qualität. Für den höheren Komfort bietet sich auch das bequeme DSG-Automatikgetriebe (nicht für den 1.6 TDI) sowie ein schlüsselfreies Schließsystem und Start-Stopp-Engine-Knopf. Zur Sicherheit erhält der VW Passat auch ein elektronisches Sperrdifferenzial für die Frontachse, um jeglichen Tropfen Kraftstoff gezielter Traktion entgegenzusetzen. Vom Konzept und den Verbrauchswerten her setzt der neue VW Passat klare Maßstäbe für die Zukunft, auch optisch bleiben für die schlichte Familienkutsche wenige Wünsche offen – für Experimente käme dann wohl eher BMW oder Audi in Frage, doch sowohl BMW 5er wie auch der Audi A6 (um das Raumangebot in Vergleich zu setzen) schlagen finanziell weit über 25.000 Euro hinaus…
Abzuwarten bleibt bisweilen ein ausgiebiger Fahrbericht des neuen VW Passat!

Unser Hauptautor und Chefredakteur. Hat eine Schwäche für Hothatches, Audi RS-Modelle und sonstige V8-Boliden. Privat bleibt er bislang der Marke VW treu.

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