Dodge Viper Reloaded – die Neuauflage könnte bereits 2012 kommen

30. September 2010
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Bislang war sie weder Mythos noch Aberglaube, einfach ein wahres Biest mit dem Touch des „American Way of Life“. Dank gnadenloser Motorisierung mit etwa 600 PS und einem Benzinverbrauch jenseits von gut und böse wurde die Dodge Viper nicht nur geliebt, sondern auch gefürchtet. Statussymbol und Prestige standen an erste Stelle, wenn jemand nach den Charakteren der Dodge Viper gefragt wurde. Mit zunehmendem Umweltbewusstsein war die Dodge Viper somit in mancher Sinne bereits gänzlich abgeschrieben worden, nicht umsonst stellte die GM-Tochter Chrysler im vergangenen Sommer das Produktionslaufband ab. Aber zeichnet sich für die Dodge Viper etwa eine Rückkehr ab – und vielleicht sogar schon 2012?

Bislang kein offizielles Statement seitens GM, doch der unbefangene Designer Vlad Kohut hat schon mal Stift und Papier gezückt und sich ein paar wohlwollende Gedanken zu einer Neuauflage der Dodge Viper gemacht. Moderner Stil und ein geschwungenes Design entlang der Seitenflächen zeugen von Geschmack und zeigen vor allem Wiedererkennungswert. Front und Heck wirken dabei etwas futuristisch, für unseren Geschmack etwas zu weit über das Ziel eines renommierten Musclecars hinaus geschossen – aber wir wollen dem Designer nicht in seine Träume rein reden.

Die markant gezeichneten Endrohre in ovaler Form und angeschrägter Position lassen für eine Dodge Viper-Nachfolgerin nichts harmloses vermuten. Ein potenter V10-Motor sowie lockere 500 PS müssen drinsitzen, alles andere wäre gelacht – an Downsizing ist in diesem Fall auch eigentlich kaum zu denken. Legen die Amerikaner doch weiterhin wert auf große, kräftige und durstige Karossen. Somit wird der Grad einer Moderne bei der Dodge Viper geringer ausfallen, als hierzulande. Mittlerweile alltägliche Assistenzsysteme wie ABS und ESP sollten bei der brüstigen Rennsemmel aber wenigstens zum Einsatz kommen, wenn nicht sogar ein Hauch von Leichtbau und raffinierter Aerodynamik. Sonst würde auch noch 2012 bei der Dodge Viper die Fahrsicherheit der einer Seifenkiste ähneln – das wollen dann sicher auch die Amis nicht mehr kaufen.

Im Exterieur sieht die Dodge Viper aber doch deutlich zeitgenössischer aus als das Vorgängermodell. Die bislang protzige Form und der großmäulige Blick der Dodge Viper weichen einer wesentlich eleganteren Gangart und feinfühligeren Linienführung. Daran wird Chrysler auch gut tun, denn die bisherige Konkurrenz von Ferrari und Lamborghini hat indes nicht geschlafen und ihre Nasenspitze weit nach vorn gebracht. Es wird also Zeit aufzuwachen, wenn die Dodge Viper als Imageträger für das Jahr 2012 ein echter Erfolg werden soll. Wennauch der Status eines Klassikers es vorsehen könnte, die Dodge Viper als „Alte Suppe in neuen Dosen“ zu vermarkten, beweist das Modell wenigstens Standfestigkeit und Treue gegenüber sich selbst.

Wie die Entscheidungsträger bei GM und Chrysler die Vision einer Dodge Viper-Neuauflage von Vlad Kohut aufnehmen, wird sich aber erst noch zeigen müssen…
Solange müssen wir uns noch mit einer Bildserie der alten Generation vergnügen oder der letzten spektakulären Baureihe einer Dodge Viper SRT10 als ACR-1:33-Edition. Eine Bilderserie des Designers Vlad Kohut gibt’s auf der Seite von „Bild„!

Unser Hauptautor und Chefredakteur. Hat eine Schwäche für Hothatches, Audi RS-Modelle und sonstige V8-Boliden. Privat bleibt er bislang der Marke VW treu.

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