Manhart M3 V8 RS BiTurbo – der Über-BMW bekommt 734 PS

2. März 2011
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Die Jungs von Manhart Racing sind berühmt für ihre überaus potent bestückten BMW-Modelle. Davon profitieren nicht zuletzt solcher der BMW M GmbH, wie beispielsweise auch der BMW M3 E92. Ab Werk ist der BMW M3 E92 bereits mit durchaus sehenswerten 420 PS und 400 Newtonmeter Drehmoment bestückt. Die Power holt der M3 aus einem 4-Liter V8-Triebwerk mit dem sportlichen M-Hochdrehzahlkonzept. Markant für letzteres: Die volle Motorleistung von 420 PS entwickelt der BMW M3 E92 erst bei 8.300 U/Min. Die E92-Baureihe arbeitet im Vergleich zum Vorgängermodell, dem BMW M3 E46, nicht mehr mit dem Reihensechszylinder sondern einem V8-Motorblock, welcher konstruktiv gesehen sehr dem 5.0-V10-Triebwerk des BMW M5 entspricht.

Motorleistung über alles?
Bereits vor einem Jahr überraschte die Firma Manhart Racing mit einer neuen Generation ihrer überpotenten M3-Modelle. Der Manhart M3 V8 R BiTurbo übertraf 2010 sämtliche Erwartungen. Mit dem Umbau des Serien-V8-Motors auf den 4.4-V8-Block des BMW X6 M erreichte Manhart bereits einen Leistungszuwachs von 420 auf 555 PS für den Manhart M3 V8R BiTurbo. Doch damit nicht genug: Durch gezielte Überarbeitungen des Motorelektronik erreichte der Manhart M3 V8R BiTurbo schließlich satte 707 PS aus dem 4.4-V8-TwinTurbo. Die Folge: Ein rasanter Prestigesprint von nur 3,4 Sekunden auf Tempo 100, in der Spitze werden sogar 340 Km/h im Manhart M3 V8R BiTurbo erreicht. Eine strenge Limitierung auf 10 Stück macht den Manhart M3 V8R BiTurbo zudem besonders exklusiv, der derzeitige Kaufpreis liegt bei 155.000 Euro. Doch die Welt war den Jungs von Manhart Racing nicht genug, es sollte noch einer draufgesetzt werden – und zwar mit dem Manhart M3 V8 RS BiTurbo! Das Ziel: Saftige 734 PS aus selbigem Motor, welche – dank zusätzlichen 200-Zeller-Rennkats – dem Manhart M3 V8 RS BiTurbo noch mehr Dampf und Biss verleihen werden. Damit soll der 0-100-Sprint (rechnerisch) in nur noch 3,3 Sekunden möglich sein…

Manhart M3 V8 RS BiTurbo überzeugt neben Motorisierung auch mit technischen Rafinessen
Leichtbau wird bei den Jungs von Manhart Racing ebenfalls groß geschrieben. Bereits die ‘kleine’ Version alias Manhart M3 V8R BiTurbo kommt insgesamt auf ein schlankes Leergewicht von nur 1.550 Kilogramm, beim Manhart M3 V8 RS BiTurbo sollen es sogar nur noch 1.490 Kg sein. Da verwundern die technischen Werte hinsichtlich Sprint und Highspeed keineswegs. Im Gegenteil: Die über den Motor hinausgehenden Umbauarbeiten von Manhart Racing zeugen durchaus von Rennstreckentauglichkeit. Allen voran setzt die sowohl farblich wie auch formtechnisch kontrastführende Carbon-Motorhaube neue Maßstäbe beim einstigen BMW M3 E92. Besonders auffällig: Das Powerdome in der Haube deutet auf einen mächtigen Turbo und federführende 734 PS hin. Ebenfalls aus Carbon gefertigt sind der neue Frontspoiler, der Heckdiffusor und der Kofferraumdeckel des Manhart M3 V8 RS BiTurbo. Diffusor und Abrisskante des Carbon-Kofferraumdeckels sorgen für eine abtriebsfördernde Haltung und höhere Geschwindigkeiten im Manhart M3 V8 RS BiTurbo – schließlich wollen die 734 PS auf der Hinterachse im Zaum gehalten werden. Zur Abrundung des Leichtbaukonzepts im Manhart M3 V8 RS BiTurbo gibt es noch einen Satz Leichtbautüren oben drauf.

Agiles Fahren erwünscht – Fahrspaß garantiert
Nicht nur die Motorleistung an sich macht den Manhart M3 V8 RS BiTurbo zu einem M3-Giganten. Auch der wiedergegebene V8-Sound sowie das Handling des Fahrzeugs sind kaufentscheidend. Einhergehend mit zusätzlicher Gewichtseinsparung kommt im Manhart M3 V8 RS BiTurbo eine Titan-Sportabgasanlage zum Einsatz, die nicht nur mehr Leistung fördert sondern auch eine einwandfreie Klangwiedergabe des V8-Resonanzkörpers ermöglicht. Sichtbar wird die Anlage im Manhart M3 V8 RS BiTurbo durch zwei Doppelendrohre, welche mittig in den Carbon-Heckdiffusor integriert wurden. Wenn der Sound stimmt, darf auch die Spurlage des Manhart M3 V8 RS BiTurbo im Einklang dazu stehen. Dafür sorgt allen voran ein modifizierbares Clubsport-Gewindefahrwerk aus dem Hause KW Suspension. Letzteres steht in direkter Zusammenarbeit mit formschönen 20-Zoll-BBS-Challenge-Leichtmetallrädern und Hochleistungspneus mit niedrigem Querschnitt. Der Manhart M3 V8 RS BiTurbo rollt folglich auf 255/30 ZR20-Reifen an der Vorderachse, für die Antriebsachse stehen 305/25 ZR20-Schlappen bereit. Um neben der knallharten Motorisierung auch eine reaktionsstarke und bissige Verzögerung zu garantieren, wurde ebenso wie der Motor selbst 6-Kolben-Festsattel-Bremsanlage aus dem BMW X6 M entnommen. An den vorderen Reifen packen gelochte 395-Millimeter-Bremsscheiben zu, hinten sind es hingegen mit 345-Millimeter-Scheiben etwas kleinere.

Das Interieur des Manhart M3 V8 RS BiTurbo bleibt gewohntermaßen schlicht
Um unwissende Beifahrer nicht vorn vornherein abzuschrecken, hat sich Manhart Racing bei der Interieurgestaltung des Manhart M3 V8 RS BiTurbo zurückgehalten. Der PS-Bolide orientiert sich damit weitestgehend an der Serienausstattung, nur ein paar Anzeichen der Tuningschmiede sind dank ausgetauschter Embleme sichtbar. Ebenso setzt der Manhart M3 V8 RS BiTurbo weiterhin auf die leichten und performanten Schalensitze aus dem Hause der BMW M GmbH. Diese sorgen neben ergonomischem Halt für Fahrer und Beifahrer auch für weitere Gewichtseinsparungen des Manhart M3 V8 RS BiTurbo. Mit an Board des Manhart M3 V8 RS BiTurbo sind ebenso weiterhin ein Valve-tronic-Motor sowie ein Doppelkupplungsgetriebe mit acht Gängen für langlebige Drehzahlbereiche und sportliche Schaltzeiten.

Leider ein teurer Fahrspaß
Der Manhart M3 V8R BiTurbo schlägt bei Manhart Racing bereits mit 155.000 Euro zu Buche. Für den Manhart M3 V8 RS BiTurbo muss man nochmal eine Stange Geld mehr hinlegen: Satte 202.181 Euro verlangt die Tuningschmiede für das Edelgefährt mit 734 PS. Zu bestaunen gab es den Manhart M3 V8 RS BiTurbo bereits auf der Essen Motorshow 2010 in knalligem Orangeton.

Hier schon mal ein kleiner Vorgeschmack mit dem Manhart M3 V8R BiTurbo, welcher übrigens am 20. März 2011 in der Sendung GRIP gezeigt wird:

Unser Hauptautor und Chefredakteur. Hat eine Schwäche für Hothatches, Audi RS-Modelle und sonstige V8-Boliden. Privat bleibt er bislang der Marke VW treu.

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