Pagani Tricolore – prego pronto Tricolori

13. März 2010
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Na dann aber hurtig nach vorn: der Pagani Tricolore wird als meisterhaftes Einzelstück des Kleinserienfertigers Pagani passend zur 50. Jubiläumsfeier der italienischen Kunstflugstaffel Frecce Tricolori gefertigt. Die Luftwaffe ist in Deutschland zwar nicht in besonders guter Erinnerung geblieben – man denke an das Rammstein-Unglück zurück – doch das soll die Schmiede von Horacio Pagani keineswegs davon abhalten, ein blau-schwarz lackiertes Einzelstück namens Pagani Tricolore zu fertigen!

Der Pagani Tricolore wird mal wieder manche Vorstellung von Gut und Böse sprengen, und das nicht zuletzt aufgrund seines üppigen Kaufpreises von 1,1 Millionen Euro. Exklusivität und Unikat zugleich haben nun mal ihren Preis, schließlich gibt es den Pagani Tricolore wirklich nur einmal! Passend zum Jubiläum der Frecce Tricolori aus Modena gibt es für die Jungs aus den Cockpits mit dem Pagani Tricolore nun auch ein dazu passendes Sportfahrzeug. Im wahrsten Sinne des Wortes wird der Pagani Tricolore sogar ein echtes Fliegengewicht, gerade mal etwas über 1.200 Kg soll der Pagani Tricolore wiegen. Diese Leichtbauweise zeigte sich bei Pagani unter anderem schon beim Pagani Zonda F – da haben die Italiener manch einer Sportwagenschmiede sicherlich einiges voraus!

Die Optik des Pagani Tricolore erinnert ebenfalls sehr an den Zonda F, die bulligen Radkästen und die markant geformte Partie der Motorhaube ziehen beim Pagani Tricolore sicherlich so manchen Blick auf sich. Im Vergleich zu seiner breit und lang angelegten Karosse präsentiert sich der Pagani Tricolore zudem flach wie einer Flunder, hier steht wohl der Windschnitt und somit Höchstgeschwindigkeit im Vordergrund des Pagani Tricolore. In seinem auffälligen Kontrast aus schwarz-blauer Lackierung und der hell-orange farbenen Felgen wirkt der Pagani Tricolore auf den ersten Blick gleich schon etwas giftig und macht Lust auf mehr…

Mit Lust auf mehr wirft man schnell mal gerne einen Blick hinter die Fahrzeugkulisse, und hier zeigt sich das wahre Herzstück des Pagani Tricolore: ein V12-Triebwerk aus dem mercedischen Hause AMG mit saftigen 7.3 Litern Hubraum. Für den Pagani Tricolore kommen somit 670 reinrassige Hubraum-PS auf die Straße, zugleich liefert der V12 starke 780 Nm Drehmoment für die Hinterachse, auf derer der gesamte Antrieb für de Pagani Tricolore lastet. In nur 3,4 Sekunden erreicht der Pagani Tricolore mit dem AMG-V12 Tempo 100, die Tempomarke 200 wird in gerade mal 9,6 Sekunden geknackt. Bei den Werten ist Neid wohl gar kein Ausdruck mehr, hier fragt man sich wohl eher, wer die Löcher in den Asphalt gegraben hat…und das mit möglichen 350 Km/h in der Endgeschwindigkeit!

Doch wo reichlich Motor, da auch gute Technik: der Pagani Tricolore zeigt sich nicht nur stark bei den Pferden, sondern auch Material und Technik können sich sehen lassen, schließlich kommt die Leichtbauweise des Pagani Tricolore nicht von ungefähr. Der Antrieb wird durch eine weniger aufregende sequentielle 6-Gang-Automatik unterstützt, die Abgasanlage im Pagani Tricolore wird aus Titan gefertigt und dann mit Keramik überzogen. Das Fahrwerk im Pagani Tricolore trägt Elemente aus Titan und Magnesium, um einen schlanken Fuß zu bewahren. Ganz speziell die Bremsen aus dem Hause Brembo sind ein echter Leckerbissen: sie enthalten eine Mischung aus Karbon und Keramik und sorgen für eine unglaublich kräftige Verzögerung des Pagani Tricolore. Die Bremszeit von Tempo 200 auf 0 dauert lediglich 4,3 Sekunden, zum Glück hat der Pagani Tricolore nicht nur gute Karosserieteile und Motortechnik in sich sondern auch starke Gurte für ein unvergessliches Fahrerlebnis.

Bei solchen Werten holt der Pagani Tricolore manch rasante Achterbahnfahrt auf den Asphalt. Eine körperlich unversehrte Verfassung sollte jeder also mitbringen, der beim Pagani Tricolore mal kräftig ins Pedal treten möchte – ganz gleich ob Gas oder Bremse! Um den richtigen Vorgeschmack zu bekommen, zeigt Horacio Pagani seinen Pagani Tricolore derzeit auf dem Genfer Autosalon, der noch dieses Wochenende läuft. Also nichts wie hin!

Bilder via John Chow dot Com

Unser Hauptautor und Chefredakteur. Hat eine Schwäche für Hothatches, Audi RS-Modelle und sonstige V8-Boliden. Privat bleibt er bislang der Marke VW treu.

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