Panoz Abruzzi – ein exotischer Supersportler als neues „Batmobil“

3. November 2010
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Weniger Eleganz, dafür umso exklusiver zeigt sich der sündhaft teure Ableger einer Corvette ZR-1 – er wird neben der eigentlichen Bezeichnung eines Panoz Abruzzi auch gerne „Spirit of Le Mans“ genannt. Somit bezieht sich die Sportwagenschmiede Panoz auf die Weltpremiere des bulligen aber wenig formschönen Supersportlers beim alljährigen Langstreckenrennen, der seine Auslieferung auch genau dort erleben wird. Neben einer äußerst potenten Motorleistung von 640 PS hält sich der Panoz Abruzzi aufgrund seiner limitierten Auflage von 81 Exemplaren und einzigartiger Optik die Serien-Konkurrenten eines Aston Martin One-77 oder gar Porsche 911 Speedster vom Hals.

Die Leidenschaft für schnelle Autos dürften trotz gewöhnungsbedürftiger Formen die künftigen Kunden mit dem Panoz-Chef teilen. Der Panoz Abruzzi macht sich auf der Straße breit, wie sich das für einen echten Supersportler gehört. Mit einer Karosserie aus speziellem – angeblich eigens angefertigten – Kunststoff, der ähnlich leicht zu Verbundstoffen und Karbon sein soll, die im übrigen an die fünf Meter misst, wird die Konkurrenz aus Großbritannien und Deutschland ebenfalls auf die Plätze verwiesen. Beim Panoz Abruzzi zählen also definitiv Länge und Breite, die er vor allem an der Frontpartie beweist. Mit seinem martialischen Kühlergrill zeigt sich in jedermanns Rückspiegel sofort der fiese Anblick des Panoz Abruzzi, der mit Sicherheit seine Dominanz auf der linken Spur ausspielen kann.

Doch genug der geschmackskritischen Optik, bietet der Panoz Abruzzi doch noch ganz andere Vorzüge für Sportwagenfans. Er basiert grundlegend auf der Technik einer Corvette ZR-1, die dem Panoz Abruzzi somit als Vorlage für Motor, Getriebe und Plattform dient. Mit dem renommieten 6.2-Liter-V8-Aggregat bringt es der Panoz Abruzzi auf 640 PS und dank des satten Hubraums auch zu einem massiven Drehmoment von 820 Newtonmeter für die Hinterachse. Durch den von Panoz angewandten Leichtbau der Karosserie ist der Panoz Abruzzi zwar wohl nicht mehr der leichteste seiner Klasse (im Vergleich zum Jaguar C-X75), mit ca. 1.600 Kilogramm Leergewicht aber durchaus in Bestform für schnelle Sprints. Den üblichen auf Tempo 100 absolviert der Panoz Abruzzi in nur 4 Sekunden, seine Grenzen der Geschwindigkeit sollen ebenfalls weitreichend sein – und somit jenseits der Marke von 300 Km/h liegen.

Auch im Innenraum – oder besser gesagt immerhin dort – kann der Panoz Abruzzi punkten und aufwarten. Hochwertige Materialien von smarten Kunststoffen und bequemen und zugleich sportlichen Ledersitze mit handvernähtem Material zieren das Interieur des Panoz Abruzzi, hier hebt er sich auch deutlich von dem einfachen Ableger einer Corvette ZR-1 ab. Sämtliche Bedienmodule des Panoz Abruzzi wirken eigenständig und exquisit, durchweg ist beim Innenleben des Supersportlers hochwertiges Design sowie eine beste Verarbeitung wahrzunehmen. Das ist jedoch hinsichtlich des Kaufpreises von 500.000 Dollar mehr als angemessen, die die umgerechnet 78.000 Euro für eine Corvette ZR-1 um einiges übersteigen. Hinzu gesellt sich jedoch der Charakter einer exklusiven Fertigung von nur 81 Exemplaren bis zum Jahr 2013. Der Clou an der eigentlich zufällig scheinenden Zahl: Bis 2013 wird es – vom ersten Le-Mans-Rennen im Jahr 1932 gezählt – bis dato 81 Rennen gegeben haben. So plant Donald Panoz sich zu verewigen – mit einem Supersportler names Panoz Abruzzi!

Unser Hauptautor und Chefredakteur. Hat eine Schwäche für Hothatches, Audi RS-Modelle und sonstige V8-Boliden. Privat bleibt er bislang der Marke VW treu.

1 Comments

  1. Erinnert etwas an den Daihatsu Copen finde ich.

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