TuRbo in der Neuauflage des Coupé-Klassikers – der neue VW Scirocco R

2. Juni 2009
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Nicht allzulang nach der Wiedereinführung des Klassikers setzt VW mit dem Scirocco R noch einen drauf. Mit originell optischem Pepp und giftigen 265 PS zieht er klare Grenzen zum “Basismodell”.

Im Frontbereich überzeugt die R-Variante durch 3 großzügige Lufteinlässe, links und rechts mit jeweils integrierten LED-Tagfahrleuchten. Damit man auch zu späterer Stunde nicht im Dunkeln tappt, bringt das Bi-Xenon-Paket reichlich Licht auf den Asphalt. Neben bulligen Kotflügeln und durchgängiger Lackierung prägt ebenfalls die Heckpartie den sportliche Charakter des Wolfsburger Sport-Coupé. Ein Heckspoiler an der Dachkante und 2 oval-verchromte Endrohre sind mit integriert. Eine 18″-Alu-Bereifung rundet das Ganze ab (optional gibt es auch 19-Zöller gegen Aufpreis). Der Innenraum wirkt hochwertig, Schaltknauf und Handbremse präsentieren sich in Lederüberzug, ebenso das 3-Speichen-Sportlenkrad und die hochwertigen Recaro-Sitze. Die Pedalerie zeigt sich im edlen Alu-R-Look.

Der 2.0-TSI Benziner bringt im Scirocco R satte 265 PS und 350 Nm auf die Strasse. Eine adäquate Abgasanlage ermöglicht den zornigen Sound, sodass sich schon etwas mehr als nur ein Vierzylinder unter der Haube vermuten lässt. Im Sprint zeigt er Gesicht, gerademal 6,5s benötigt der Scirocco für 0-100km/h (6,4s beim DSG) und erreicht in der Spitze 250km/h. Sein adaptives Fahrwerk ist dabei sehr an das vom Golf GTI angelehnt. Durch das DCC-System werden die Stoßdämpfer in Schritten von 0,01s elektronisch angesteuert, ein ausgewogenes und weiterentwickeltes ESP-System (hier: XDS) sorgen für den nötigen Grip des Frontantrieblers. Die 1333Kg begnügen sich dabei mit 8,3l im Schnitt (beim DSG sogar nur 8,2l).

Erstmals zu sehen war der Scirocco R bislang auf der letzten Bologna Motor Show als vorläufiges Modell und vor kurzem im aktiven Einsatz beim 24-h-Rennen auf dem Nürburgring.
Für Tuning-Vernarrte gibt es von der Firma MTM (Motoren Technik Mayer) sogar nochmal etwas mehr Wums: Mit ausgetüftelter Software für das Steuergerät erreichen sie im 2.0-TFSi sogar 272PS, bei jedoch gleicher Anzugskraft von 350Nm. Dazu kommen jedoch noch ein reinrassiges Sportfahrwerk, moderne Bremsanlagen von Brembo, 20″-Bereifung mit sündhaft-teuren Alufelgen und 2 Doppel-Endrohre für die Akustik.



Bilder via masminto354, 205gti306gti

Unser Hauptautor und Chefredakteur. Hat eine Schwäche für Hothatches, Audi RS-Modelle und sonstige V8-Boliden. Privat bleibt er bislang der Marke VW treu.

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