VW Golf blue-e-motion – mit 115 Elektro-PS in die Zukunft

7. Juli 2011
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Nach Ansichten des Volkswagenkonzerns wird der baldige VW Golf blue-e-motion ein voller Erfolg. Dank seines emissionsfreien und zugleich drehmoment-starken Antriebs soll der VW Golf blue-e-motion ab 2013 endlich den Endkunden begeistern. Ganz kompromisslos wird das Projekt aber noch nicht angesehen, denn die Batteriespeicher kämpfen weiterhin mit ihrer eigenen Last und zwingen die Autohersteller zu Abstrichen bei der Reichweite von Elektrofahrzeugen.

Kurz- und Mittelstreckenfahrer als Zielgruppe des VW Golf blue-e-motion

Im baldigen VW Golf blue-e-motion soll eine Lithium-Ionen-Batterie mit 26,5 Kilowattstunden und stolzen 315 Kilogramm Eigengewicht zum Einsatz kommen. Das bedeutet dann für die gemäßigte Fahrweise eine Reichweite von etwa 150 Kilometern pro Ladung. Letzteres variiert im VW Golf blue-e-motion natürlich je nach Gangart und der Nutzung von Klimaanlage und Heizung (welche jetzt ohne die bisherige Abwärme eines Verbrennungsmotors auskommen muss). Für Langstreckenzwecke wird sich der VW Golf blue-e-motion zum jetzige Projektstand weniger eignen, für die alltägliche Fahrt in der näheren Umgebung, zum Einkaufen oder zur Arbeit ist der VW Golf blue-e-motion jedoch ein nahezu kompromissloser Weggefährte. Schließlich liegt die Maximalleistung des verbauten Elektromotors bei immerhin 115 PS.

Effizienter Elektroantrieb nutzt Bremsenergie als Rekuperation

Als Spitzenwert sind im VW Golf blue-e-motion zwar 115 PS deklariert, die durchschnittliche Leistung liegt mit 69 PS jedoch deutlich darunter. Durch das hoch angelegte Drehmoment von 270 Newtonmetern ist der VW Golf blue-e-motion wohl aber in der Lage, einen stattlichen Sprint auf Tempo 100 in nur 11,8 Sekunden hinzulegen. Durch seinen cw-Wert von 0,295 kann der VW Golf blue-e-motion zusätzlich Reserven sparen und leichtfüßig vorwärts bewegt werden. Bremst der Fahrer ab (wie es im Berufsverkehr gerne der Fall ist), so wird der Elektromotor als Generator umfunktioniert und per Rekuperation Bremsenergie in die Batterie des VW Golf blue-e-motion zurückgespeist.

Die Rekuperationsfunktion des VW Golf blue-e-motion wenn der Fuß vom „Gaspedal“ genommen wurde, kann indes in vier Stufen an die Bedürfnisse des Fahrers angepasst werden. In der niedrigsten Stufe segelt der VW Golf blue-e-motion förmlich, sodass lediglich Wind- und Rollwiderstand als Kräfte entgegen der Fahrtrichtung wirken. Hierbei verbraucht der VW Golf blue-e-motion einerseits am wenigsten Energie, hat aber auch die geringste Rekuperationsausbeute. Hingegen die höchste Stufe, welche mit dem Kürzel B bezeichnet wird, speist beim VW Golf blue-e-motion das höchste Ausmaß an zurückgewonnener Bremsenergie zurück in den Kreislauf, bedeutet jedoch auch maximalen Rollwiderstand. Wie intensiv die Rekuperation aktuell ist und welchen Einfluss Stromfresser wie die Klimaanlage und das Gebläse auf den Stromverbrauch haben, zeigt der VW Golf blue-e-motion im Multifunktionsdisplay (MFA) an.

Drei Fahrprofile für den Trade-Off aus Leistung und Reichweite

Was die schwerlastigen 180 Batteriezellen an Gewicht drauflegen, versucht der mit 80 Kilogramm noch schlanke Elektromotor wieder wett zu machen. Insgesamt überwiegen die Ladezellen des VW Golf blue-e-motion jedoch, und somit kommt der Elektro-Volkswagen auf ein Leergewicht von 1.545 Kilogramm (was etwa 200 Kilogramm über einem vergleichbaren TDI- oder TSI-Golf liegt).

Zur besseren Anpassung von Antrieb und Energieaufwand an die Geschmäcker des Fahrers, hält der VW Golf blue-e-motion drei Fahrprofile bereit: „Normal“ setzt den VW Golf blue-e-motion auf die volle Leistung von 115 PS und erlaubt eine Endgeschwindigkeit von 135 Km/h. Im „Eco“-Modus wird die Leistung des VW Golf blue-e-motion dagegen auf 95 PS gedrosselt, die Höchstgeschwindigkeit ist auf 120 Km/h begrenzt. Den Sparfuchs bildet das Profil „Range“, bei dem nur noch 95 Km/h erreicht werden und Stromfresser wie die Klimaanlage tabu sind – bei Bedarf hilft ein zwischenzeitlicher Kickdown dem VW Golf blue-e-motion im Überholvorgang.

Unser Hauptautor und Chefredakteur. Hat eine Schwäche für Hothatches, Audi RS-Modelle und sonstige V8-Boliden. Privat bleibt er bislang der Marke VW treu.

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