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Aston Martin Rapide – der sportliche Viersitzer ihrer Majestät

6. Januar 2012
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Da könnte mit dem Aston Martin Rapide eigentlich gleich auch ein Porsche Panamera mithalten. Denkt man zumindest, denn an Sportlichkeit mangelt es keinem von beiden. Dennoch fehlt dem Porsche Panamera der richtige Abschluss, wenn er doch nicht so ein buckeliges Heck hätte…

Elegante Formen zeigen Stilechtheit
Er ist britisch elegant und futuristisch zugleich: der Aston Martin Rapide erinnert auf den ersten Blick an seine edlen Brüder aus der britischen Fahrzeugschmiede, allerdings baut seine Figur auf der des Aston Martin DB9 auf. Gegenüber seinem Zweitürer-Vorgänger beweist der Aston Martin Rapide trotz Limousinen-Charakter sportlich festen Stand. Die flache Bauweise des Aston Martin Rapide wird kontinuierlich von der Zungenspitze bis zum Heckzipfel fortgeführt. Genau hier zeigt sich beim Aston Martin Rapide auch die Stärke gegenüber der Konkurrenz von Porsche Panamera und Mercedes CLS: der Aston Martin Rapide wirkt einfach um Längen frecher! Die spitzförmigen Scheinwerfer verleihen dem Aston Martin Rapide reichlich Windschnittoptik, zwischen ihnen zeigt sich – im wahrsten Sinne des Wortes – die große Klappe vom Aston Martin Rapide.

Fahrkomfort wie beim Panamera
Die Bereifung fällt im Aston Martin Rapide etwas komfortabler aus als beim Aston Martin DB9, ebenso die adaptive Dämpfung macht Langstreckenfahrten im sportlichen Aston Martin Rapide durchaus angenehm. Ebenso wie der Porsche Panamera bietet der Aston Martin Rapide vier Einzelsitze, deutlich getrennt von einer weitreichenden Mittelkonsole. Trotz einer recht schmalen Fensterlinie, welche durch das Designerteam um Marek Reichman mit 2,5 cm mehr Fahrzeuglänge noch etwas ausgebaut wurde, erfährt jeder der vier Fahrgäste im Aston Martin Rapide einen erstaunlich bequemen Ein- und Ausstieg. Durch die schräg integrierten Türen öffnen sich diese beim Aston Martin Rapide leicht zum Himmel geneigt – ein quälendes Kopfeinziehen war also gestern….

Durchzugsstarker Zwölfzylinder mit Laufkultur
Schmale Heckleuchten, schnittige Schnauze und Heckspoilerlippe schön und gut – aber was kann der Aston Martin Rapide denn eigentlich? Ein langer Radstand ermöglicht komfortables Geradeausfahren, seine agile Lenkung reagiert ordnungsgemäß, wenn auch nicht umwerfend sportlich. Eher schon der saftig blubbernde V12-Benziner lässt den Aston Martin Rapide bestens dastehen. Mit seinen 477 PS hält der Aston Martin Rapide durchaus bei der Konkurrenz aus Stuttgart Schritt, eine Beschleunigung von 5,2 Sekunden zu Tempo 100 kann sich bei knapp 2 Tonnen Leergewicht ebenso sehen lassen – wäre da nicht die etwas träge Sechsgang-Automatik. Trotz Transaxle-Prinzip und folglich Heckantrieb bleibt das erhoffte Gift zu lange in den Schläuchen des Aston Martin Rapide, bevor Hinterreifen und Traktionskontrolle endlich Arbeit bekommen. Hier zeichnet sich eben doch wieder der Charakter einer Limousine und vorsätzlicher Komfort im Aston Martin Rapide ab. Dennoch kann der Fahrer im Aston Martin Rapide belederte Schaltwippen bedienen, um den Schaltvorgang zu beschleunigen.

Ein edles Modell für einen edlen Preis
Denkt beim Sportwagen eigentlich jemand an das Kofferraumvolumen? Eher selten, aber der Aston Martin Rapide ist auch hier auf der Hut. Dank umklappbarer Sitze bringt es der Kofferraum des Aston Martin Rapide auf bis zu 886 Litern Gepäckvolumen. Auf Anfrage bieter Aston Martin sogar einen Isofix-Kindersitz mit an, ganz nach Geschmack der wohlhabenden britischen Familie von heute. Das Platzangebot vorne ist unbedenklich vorhanden, im Fond finden ebenfalls zwei Personen bequem Platz, wenn auch das Platzangebot hinten beim Aston Martin Rapide etwas körpernah geplant wurde – für lange Reisen taugt es dennoch.

Nach erfolgreicher Präsentation auf der IAA 2009 verkauft Aston Martin seinen Rapide nun für stolze 180.000 €. Das ist zwar deutlich mehr als Porsche für seinen Panamera ersucht, jedoch zählt beim Aston Martin Rapide wohl auch eine gewisse Exklusivität für den Kaufpreis, die Jahresauflage soll bei etwa 2000 Fahrzeugen liegen, beim Porsche Panamera ist sie hingegen 10 Mal so hoch. Wer nicht James Bond ist oder wem das nötige Kleingeld doch etwas zu kostbar ist, kann den Aston Martin Rapide beim anstehenden 24-Stunden-Rennen auf dem Nürburgring bewundern. Trotz Kritik an seiner Sportlichkeit ist Aston Martin-Chef Ulrich Bez felsenfest von dem Erfolg seines Aston Martin Rapide überzeugt!

Bilder via saecp0

Unser Hauptautor und Chefredakteur. Hat eine Schwäche für Hothatches, Audi RS-Modelle und sonstige V8-Boliden. Privat bleibt er bislang der Marke VW treu.

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