Kicherer SLS Supersport – der Mercedes SLS AMG als Black Edition

28. Juni 2010
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Das Outfit des kürzlich erschienenen Mercedes SLS AMG hat beim Volk sehr gemischte Meinungsäußerungen hervor gerufen. Manch einer fühlt sich in der Neuauflage des 300 SL so jung wie je zuvor, anderen ist er ein Dorn im Auge. Als Stilikone einst Fuß gefasst soll die Kooperation von Daimler und AMG nun die Fortsetzung schaffen, schließlich wurde in den Mercedes SLS AMG viel Kapital investiert. Zum Fliegen bereit muss sich der 170.000 €-Schwabe aber erst einmal behaupten, auch bei den vielen Tuningfirmen dieser Welt. Als erste hat sich die Schmiede Kicherer am Mercedes SLS AMG zu schaffen gemacht und präsentiert jetzt den Kicherer SLS Supersport als Black Edition…

Kicherer versteht es immer wieder, mit wenigen Handgriffen viel zu bewegen und vieles einzigartiger zu machen. Stellt man Mercedes SLS AMG und Kicherer SLS Supersport nebeneinander, wird man erstmal einen Augenblick staunen. Die Optik wurde im Exterieur zwar durchweg bearbeitet, dennoch sollte das Paket für die Black Edition keine große Sachen werden. Eigentlich auch verständlich, schließlich besitzt so ein Mercedes SLS AMG schon einiges an Gimmicks, bestechende Optik und ordentlich Dampf unter der Haube. Dennoch ließen die Jungs von Kicherer nicht locker und haben selbst beim 6.3-Liter-Aggregat noch 58 PS für ihren Kicherer SLS Supersport rausschlagen können.

Wie die Bezeichnung Black Edition bereits verrät, hat es die Tuningschmiede beim Kicherer SLS Supersport auf kontinuierliches matt schwarz abgesehen. Wie so oft geht auch hier der Trend zur matten Fahrzeug-Folierung, weg vom lange heimgesuchten Metallic-Look – Glanz ist scheinbar out. Selbst in der Serie noch Chrom-versehene Anbauteile wurden beim Kicherer SLS Supersport von schwarzer Lackierung umhüllt. Das sieht zwar nicht übermäßig edel aus, schindet dafür aber reichlich modernen Eindruck in der SLS-Fanmeile. Als kleinen Kontrast bekommt der Kicherer SLS Supersport vergoldete Bremssättel, die die hochwertigen und gelochten Bremsscheiben in die Mangel nehmen. Umgeben von zartem Aluminium zeigen sich auch neue 20″-Alufelgen am Kicherer SLS Supersport, die entsprechend Freiraum für belüftete Bremsen bieten.

An der Karosserie verhält sich der Kicherer SLS Supersport im Vergleich zur Serie relativ unspektakulär, lediglich eine neue Frontlippe und einen zusätzlichen Heckdiffusor sind beim Kicherer SLS Supersport mit an Board. Damit findet der Flügeltürer aufgrund des Motorupdates zu etwas mehr Stabilität. Zusätzlich fand eine neue Edelstahl-Sportabgasanlage ihren Weg unter den Kicherer SLS Supersport, sie unterstützt bzw. entlastet tatkräftig das große V8-Triebwerk. Zur eigentlichen Leistungssteigerung trug aber hauptsächlich die neue Steuersoftware für den AMG-Motor bei, sie lässt die bislang 571 zu 629 PS wachsen. Damit würde die Sprintzeit des Kicherer SLS Supersport die bisherige Marke von 3,8 Sekunden wohl leicht unterbieten. Ebenso müsste die Höchstgeschwindigkeit des Kicherer SLS Supersport bei etwas über 320 Km/h liegen – also nichts für schwache Nerven.

Auch technisch wartet der Kicherer SLS Supersport mit ein paar netten Zusätzen auf. Neu im Hause ist ein Gewindesportfahrwerk mit integrietem Front Up-System. Neben der hinzugekommenen noch sportlicheren Eigenschaften lässt sich die Karosse des Kicherer SLS Supersport per Knopfdruck anheben. Das freut die Alltagsnutzer, denn damit lassen sich im Kicherer SLS Supersport problemlos Hindernisse in Wohnstraßen oder gar eng bemessene Bodenwellen in Garageneinfahrten bestens überstehen.

Als etwas exklusiveren Kontrast bietet der Kicherer SLS Supersport ein farblich abgehobenes Interieur. Neben reichlich Serien-schwarz wurde dem Kicherer SLS Supersport jede Menge rotes gesticktes Leder implantiert. Insbesondere die untere Hälfte des Armaturenbrettes gibt sich in einem edlen Rot-Ton, eine gelungene Partnerfarbe für das darüberliegende Schwarz. Die Mittelkonsole des Kicherer SLS Supersport präsentiert sich dagegen in etwas futuristischem Silberschleier – hier darf erneut über den Geschmack der Exotik gestritten werden.

Unser Hauptautor und Chefredakteur. Hat eine Schwäche für Hothatches, Audi RS-Modelle und sonstige V8-Boliden. Privat bleibt er bislang der Marke VW treu.

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