Gumpert Apollo Sport – Rennsport made in Germany

18. März 2010
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2002 gings los. Ex-Audi-Motorsportchef Roland Gumpert startete ein Projekt mit dem Titel R2. 2003 gabs die ersten Bilder, 2004 den ersten Prototyp und heute ist der Gumpert Apollo Sport der schnellste Rennwagen mit Straßenzulassung! Und weil das noch icht reicht packen die Ingolstädter noch einen oben drauf! 2005 startete die Serienproduktion. Ohne Navigationssystem oder Klimaanlage. Für einen reinrassigen Rennwagen nur unnützes Gewicht. Die Rennversion des Gumpert Apollo schlug nicht nur Bugatti Veyron und Ferrari Enzo auf diversen Rennstrecken, sie hält auch mit 7:11,57 Minuten den Rundenrekord auf der Nordschleife des Nürburgrings.

Nun kommt eine neue Ausbaustufe des Gumpert Apollo Sport. Der von Audi gefertigte und für den Gumpert Apollo Sport umgebaute V8 leistet nun 50 PS mehr, was ihn auf eine Gesamtzahl von unglaublichen 750 PS bringt. Sicher kann man hier anmerken, dass das von einigen Konkurrenten deutlich getoppt wird, aber bei einem Gewicht von unter 1.200 kg scheint diese Leistung schier unfassbar! Bei 4.000 Touren leistet der 4,2 l Motor 900 Nm Drehmoment. Die EGS-Getriebesteuerung mit Schaltwippen und Schaltzeiten auf Fromel1-Niveau tut ihr übriges.  Die Beschleunigungswerte des Gumper Apollo Sport sind wie erwartet überragend! 3,0 Sekunden bis zur Hundertermarke und in nur 8,9 Sekunden werden die 200 km/h geknackt. Ende ist je nach Ausstattung – ja, kaum zu glauben, aber Navi und Klima sind mittlerweile zu bekommen – bei ca. 360 km/h.

Neben der Leistungssteigerung um satte 7% wurde auch im Windkanal ordentlich getestet und durch neue Anbauteile der CW-Wert der Rennmaschine weiter verringert. Im Zuge dessen fallen Front und Heck deutlich markanter aus. Die Linienführung wirkt flüssiger und noch eine Spur agressiver. Der Gumpert Apollo Sport vereint immer mehr Attribute des Rennsports. Es gibt größere Lufteinlässe und für den Alltagsgebrauch schicke LED-Tagfahrleuchten. Am Heck befinden sich ein paar mehr neue Teile. Am auffälligsten ist wohl die Auspuffanlage mit vier großen Endrohren. Für den Einsatz im Rennsport wurde zentral im Heck ein Flashlight installiert.

Natürlich hat sich auch der Preis im Laufe der Zeit weiterentwickelt. Geplant waren zunächst Preise unterhalb von 200.000 € und eine Jährliche Produktion von 60 Stück. Mittlerweile liegen die Kosten für diese Edelflunder jenseits der 300.000 €. Wenn man allerdings Exklusivität und Fahrleitungen betrachtet, dazu die Preise der Konkurrenz um Bugatti und Ferrari, so ist der Gumpert Apollo Sport ein echtes Schnäppchen! Denn schneller kommt man im Moment einfach nicht vorran!

Unser Hauptautor und Chefredakteur. Hat eine Schwäche für Hothatches, Audi RS-Modelle und sonstige V8-Boliden. Privat bleibt er bislang der Marke VW treu.

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