Seat Ibiza FR als 2-Liter-TDI mit satten 143 PS

30. April 2010
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In der Serienausführung eher zart besaitet, als FR schon etwas wuchtiger: was bei VW der VW Polo GTI ist, nennt sich in Spanien Seat Ibiza FR. Wie man es von Sportversionen erwartet, ging auch beim Seat Ibiza FR der grundlegende Schritt in Richtung Benzinerfraktion. Doch der Ruf nach sparsameren Flitzern zwingt jeden Autohersteller dazu, sein Motorenportfolio zu überdenken. Warum nicht also auch ein Seat Ibiza FR als TDI fahren?

Gesagt, getan. Als leistungsstärkster Diesel seiner Klasse präsentiert sich im Seat Ibiza FR ab sofort die überholte Generation des 2.0-TDI-Aggregats aus dem Hause Volkswagen. Dabei gibt sich der Seat Ibiza FR gleichzeitig als Sparmobil sowie als Spurtefix auf dem Asphalt. Gerade für die spanischen Bergregionen eignet sich im Seat Ibiza FR ein Motor mit ordentlichem Drehmoment oftmals mehr, als ein PS-trächtiger Benziner. Mit satten 320 Nm arbeitet der Seat Ibiza FR, die liegen bereits bei 1.750 u/min an der Kurbelwelle, sodass jeder Serpentinen-Tour zum Beschleunigungsvergnügen wird.

Ein frecher Blick nach vorn und auf geht’s: der Seat Ibiza FR präsentiert sich für derzeitige rundliche Seat-Designverhältnisse noch recht kantig. Der nach innen geneigte fiese Blick der rautenförmigen Xenonlichter fällt als erster ins Auge, als Nasenbein zeigt sich der chrom-konturierte Kühlergrill mit gewohntem Seat-Emblem in der Mitte. Das breite Maul des Seat Ibiza FR wird von den waben-förmigen Gittern des Lufteinlasses geformt, links und rechts befinden sich wohl platzierte Nebelleuchten für den Fahrspaß bei jeglicher Witterung. Die Flanken über den Radkästen geben sich beim Seat Ibiza FR aber weiterhin etwas rundlicher, wennauch Charakterlinien in Form einer Karosseriekante den Weg der Seitenlinie entlang geht.

Die wohlgeformten Aluräder am Seat Ibiza FR zeigen sich sportlich und hochwertig auf den Achsen. In unserem Beispiel zeigen sich die Alus im Seat 5-Doppelspeichen-Design. Ansonsten gibt sich die Seitenlinie eher unspektakulär, lediglich die etwas klobigen Aussenspiegel vom Seat Ibiza FR tragen grauen Chromlook.
Ebenso wie die Xenonscheinwerfer bekamen beim Seat Ibiza FR auch die Rückleuchten geschärfte Ecken, mit Klarglas-Blinkerpartie. Eine vom Türgriff aus verlaufende Karosseriekante zieht sich nach hinten entlang und verläuft oberhalb der Heckleuchten, um die sportliche Note auch für das Heck etwas anzuheben. So wirkt der Seat Ibiza FR bereits deutlich kantiger als das Serienmodell.

Die Heckpartie des Seat Ibiza FR bleibt ansonsten weitestgehend unberührt, am oberen End der schräg-verlaufenden Heckscheibe befindet sich eine Heckspoilerlippe als Dachverlängerung. Neben dem Spoiler deutet am Heck des Seat Ibiza FR nur das hochwertige Edelstahl-Doppelrohr auf die Sportversion des Spaniers hin. Wer es offensichtlich mag, hat neben dem IBIZA-Schriftzug auf der Kofferraumklappe ein FR-Logo stehen – ebenso im Wabengitter der Frontpartie.

Mit einem sportlichen Gewicht von 1.245 Kg zieht der Seat Ibiza FR sämtliche Heringe vom Teller. Mit dem CommonRail-TDI-Motor und einem Leistungszuwachs von 13 PS gegenüber der Vorgängerversion des Motors schafft es der Seat Ibiza FR bis auf 143 PS Spitzenleistung. Damit gelingt der Standardsprint in der Ebene in gerade mal 8,2 Sekunden. Dank einer eng abgestuften Sechsgangschaltung kommen auch Schaltfaule im Seat Ibiza FR auf ihre Kosten, der auch im 3. Gang bequem durch die katalunischen Serpentinen rollt. Wer mit dem Seat Ibiza FR (a.k.a. Formula Racing) lieber auf der Bahn richtig Gas geben will, gerät allerdings nicht allzu spät an seine Grenzen: der Seat Ibiza FR fährt laut Werksangabe nicht schneller als 210 Km/h.

Dafür gibt es mehr Grund zur Freude für die umweltfreundlichen Autofahrer unter uns: dank einer verbesserten Motorsteuerung samt Direkteinspritzung und Turbolader soll der sich Seat Ibiza FR im Schnitt mit 4,6 Litern Diesel begnügen, zudem fährt der Seat Ibiza FR sauber mit Rußpartikelfilter. Vom etwas smarten Kofferraum mal abgesehen, bietet der Seat Ibiza FR aber genügend Komfort für die jüngeren Generationen – welche laut Seat-Marketing auch die größte Kundengruppe ausmacht: 75% der Käufer sind jünger als 30 Jahre. Da tut einem auch die knackige Dreitürer-Variante nicht weh in den Knochen – vom sportlicheren Flair einer Dreitürer-Seat Ibiza FR mal ganz abgesehen…

Zu haben ist der Seat Ibiza FR seit Anfang des Jahres bei sämtlichen Seat-Händlern, der Basispreis für den Dreitürer liegt bei 20.490 €. Für 900 € Aufpreis erhält man den Seat Ibiza FR auch als komfortablere Fünftürer-Variante!

Zu guterletzt noch eine Videosequenz vom Seat Ibiza FR in der 2.0-TDI-Version:

Unser Hauptautor und Chefredakteur. Hat eine Schwäche für Hothatches, Audi RS-Modelle und sonstige V8-Boliden. Privat bleibt er bislang der Marke VW treu.

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