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Chiptuning – für wen lohnt es sich wirklich?

12. Oktober 2018
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Beim Wunsch nach mehr Leistung sollten Autokäufer neben hoher Motorisierung vor allem das Chiptuning als Alternative in Betracht ziehen. Schließlich handelt es sich um eine leicht umzusetzende Möglichkeit, dem Wagen mehr Leistung zu entlocken. Oft ist jedoch unklar, für welche Modelle und Fahrertypen diese Form des Tunings tatsächlich eine geeignete Alternative ist. Wer und vor allem welche Fahrzeuge profitieren von diesem sensiblen Thema?

Zurückgehaltene Tuning-Reserven nutzen

In diversen Interviews äußerte sich bereits der TÜV zum richtigen Umgang mit dem Chiptuning. In den Augen der Experten spricht prinzipiell nichts gegen diese Form des Eingriffs. Schließlich sorgt die Optimierung der Elektronik nicht unbedingt dafür, dass plötzlich völlig neue Anforderungen an die Natur des Autos gestellt werden. Vielmehr ist es möglich, Reserven auszuschöpfen, welche die Hersteller durch eine entsprechende Regelung zurückhalten. Die Belastung von Material und Technik lässt sich gezielt erhöhen, um etwa eine höhere Fahrdynamik zu erreichen oder die Beschleunigung insgesamt zu verbessern.

Auch ohne einen großen Intake wie bei diesem Ami ist Chiptuning lohnenswert.

Auch ohne einen großen Intake wie bei diesem Ami ist Chiptuning lohnenswert.

Wichtig ist in jedem Fall, das Chiptuning von erfahrenen Experten durchführen zu lassen. Diese wissen um die individuellen Besonderheiten eines jeden Fahrzeugs und sind dazu in der Lage, ihre Eingriffe entsprechend daran anzupassen. Durch das genau abgestimmte Zusammenspiel von Ladedruck, Einspritzzeiten und Kraftstoffmenge lässt sich somit ein optimales Ergebnis erzielen. Bei einer reibungslosen Regulierung der Leistung sollte natürlich auch der Sicherheitsaspekt beachtet werden. Dazu sollte man sich ruhig einschlägige Chiptuning Tests und Erfahrungen von anderen Fahrern und Tunern ansehen.

Vor allem in puncto Beschleunigung kann eine Chiptuning-Kur Wunder bewirken.

Vor allem in puncto Beschleunigung kann eine Chiptuning-Kur Wunder bewirken.

Vorsicht vor Laien

Der Umbau des Fahrzeugs und die Nachrüstung neuer Teile setzt entsprechende Kfz-Kenntnisse und Erfahrung voraus. Die notwendigen handwerklichen Kniffe obliegen nicht jedem, sodass die Eingriffe am Fahrzeug oftmals gar nicht in Eigenregie vorgenommen werden können. Das Chiptuning erlaubt zwar theoretisch jedem, nach kurze Einarbeitung selbst Hand am Fahrzeug anzulegen und die Technik zu beeinflussen. Dabei sind die Gefahren einer unsachgemäßen Anwendung aber keineswegs zu unterschätzen.

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Wer nicht mit den entscheidenden Parametern des Motors umgehen kann, die für eine Optimierung der Leistung notwendig sind, läuft schnell Gefahr, den Verschleiß unerwartet zu erhöhen. Dies ist schnell der Fall, wenn die thermische Belastungen ungleichmäßig oder zu stark ansteigt. Wer zudem nicht auf ein entsprechendes Zertifikat des ausgesuchten Chiptuners achtet, kann damit die Nutzbarkeit des eigenen Wagens auf Spiel setzen. Im schlimmsten Fall kann eine laienhaften Anwendung sogar bis hin zum Motorschaden reichen. In jedem Fall lohnt es sich, die Hilfe eines Experten in Anspruch zu nehmen und den kleinen aber sinnvollen Aufpreis dafür zu bezahlen.

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Großes Chiptuning-Potenzial bei neuen Autos

In den vergangenen Jahren stieg die Bedeutung der Elektronik im Wagen immer weiter. Wer einen mehr als 20 Jahre alten Klassiker fährt und tunen möchte, wird allein mit der Optimierung des Chips nur ein kleines Potenzial ausnutzen können. Anders sieht dies bei neueren Fahrzeugen aus, die sich längst durch eine elektronische Dominanz auszeichnen. Während diese bei Reparaturen für teure und komplexe Eingriffe verantwortlich sein kann, so ergibt sich gleichzeitig die Möglichkeit des Chiptunings. Damit kann binnen weniger Stunden eine verhältnismäßig hohe Leistung freigesetzt werden. Und genau das ist ein wesentlicher Antrieb vieler Autoliebhaber, ein neuwertiges Fahrzeug nochmals einer Optimierung zu unterziehen.

Fotocredit: pexels.com

Unser Hauptautor und Chefredakteur. Hat eine Schwäche für Hothatches, Audi RS-Modelle und sonstige V8-Boliden. Privat bleibt er bislang der Marke VW treu.

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